Schweiz Graubünden St. Moritz
Engadin & St. Moritz

Tourenschwerpunkt

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Mountainbike-Saison

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Im Zuge eines Mountainbike Masterplans entstanden in St. Moritz und dem Engadin Dutzende Kilometer an eigens für Mountainbike angelegter Singletrails. Dabei finden sich Anlieger Achterbahnen ebenso wie Trails mit eher alpinem Charakter – allen gemeinsam ist nur das atemberaubende Panorama. Allegra! Das Angebot nehmen wir gerne an!

Als der Tourismusverband von Engadin und St. Moritz 2010 den „Mountainbike Masterplan“ ankündigte, war die Spannung groß. Das Konzept sah vor, den Traffic von Wanderern und Mountainbikern auf denselben Wegen zu entzerren. Zwar wurde im Zuge des Masterplans der Aussichtsberg Muottas Muragl oberhalb von Pontresina zur Mountainbike freien Zone erklärt – im Gegenzug wurde aber die Corviglia oberhalb von St. Moritz zur Mountainbike Hochburg der Region.

Für Singletrail und Freeride orientierte Mountainbike Fans war dieser Kompromiss mehr als nur zu verschmerzen. Schließlich findet sich an der Corviglia ein gut ausgebautes Netz an (Stand-)Seilbahnen, das auf Tour einiges an Höhenmeter zu sparen hilft. Dadurch lässt es sich an der Corviglia trefflich auf das Bergab konzentrieren. Und gerade hier wurde dem Mountainbike Volk viel Gutes getan.

Als erste Maßnahme wurden die schon bestehenden Wege in Handarbeit für Mountainbike verbessert. Die Kurvenradien wurden optimiert und viel Geröll und Blockwerk beiseite geräumt. 2012 kam schließlich der „Flowtrail“ hinzu – eine Freeride-Abfahrt, die ihrem Namen alle Ehre macht. Der Trail mäandert mit zig Kurven und unzähligen Anliegern von der Bergstation der Corviglia zur Mittelstation. Vom Charakter her ist er ein Paradebeispiel eines „amerikanischen“ Flowtrails, bei dem durch geschickte Weganlage die Bremse oft offen bleiben kann.

Doch auch außerhalb der Corviglia bietet St. Moritz und das Engadin viele attraktive Mountainbike Touren. Einige davon sind bereits Klassiker, wie der Freeride am Berninapass mit der Rhätischen Bahn. Andere Touren präsentieren sich nach wie vor in Originalzustand – als abenteuerlicher Singletrail in hoch alpinem Gelände. Unter dem Strich ist der Facelift der Mountainbike Region hin zur Moderne bestens gelungen. Das Revier im Engadin und St. Moritz macht Bikern von Einsteiger bis hin zum Singletrail Pro ein absolut lohnendes Angebot.

Einsteigertouren
40%
Crosscountry
70%
Allmountain
80%
Enduro & Freeride
80%
Downhill & Bikepark
50%
Spot-Rating
80%

Flow Trails an der Corviglia

Mit dem "MTB Masterplan" und den dazu gehörigen Strecken befriedigt St. Moritz zielgenau die Nachfrage "moderner Biker", für die Biken zunehmend Funsport ist. Beim Bau der Wege waren spürbar Fachleute am Werk. Zudem nimmt das Konzept viel Druck von den "normalen Wegen". Für Biker die lieber auf nicht gebauten Strecken unterwegs sind, wurde viel Konfliktpotential schon im Vorfeld abgebaut.

Wie bekommt man mehr Mountainbike Gäste, ohne gleichzeitig den fußgehenden Urlauber zu verprellen? Früher oder später wird sich jeder Tourismus-Manager quer durch die Alpen einmal mit diesem Problem konfrontiert sehen. Originelle Ideen kommen bei solchen Überlegungen allerdings nicht zwangsweise heraus. In St. Moritz war das zum Glück anders, auch wenn es Anfangs nicht unbedingt danach ausgesehen hatte.

Als das Engadin 2010 mit der Umsetzung des „Mountainbike Masterplans“ begann, war der Begriff „Lenkung“ in obigem Zusammenhang bereits nicht mehr taufrisch. Und auch die Sperrung von Wegen für Mountainbiker als „erster Schritt eines Konzepts“ hatte man damals  bereits andernorts schmerzlich erleben müssen. Im Falle des Engadin betraf die Sperrung gleich einen ganzen Berg: Der berühmte Aussichtsbalkon Muottas Muragl oberhalb von Celerina wurde komplett für Mountainbiker dicht gemacht.

Im Gegenzug wurde allerdings die oberhalb von St. Moritz gelegene Corviglia zum „Mountainbike Revier“ erklärt. In einem ersten Schritt wurde begonnen, die ursprünglich etwas ruppigen Trails zu säubern, und für das Mountainbiken zu optimieren. In einem zweiten Schritt wurde 2011 mit dem Bau speziell für Biker angelegter Wege begonnen. Und dabei machte man in St. Moritz von Anfang an vieles richtig: Statt selektive Lines in die Hänge zu buddeln, setzte man auf „Flow“. Die neuen Bike-Trails haben einen optimal festen Untergrund. Ideale Kurvenradien mit Anlegern in Kombination mit einem überschaubaren Gefälle sorgen dafür, dass die Bremse öfter mal offen bleiben kann.

Schon nach drei Jahren lässt sich konstatieren, dass das Konzept von den Bikern sehr gut angenommen wird. Und da sich sehr viel Verkehr auf die Bike-Trails der Corviglia konzentriert, wird von anderen, im „Urzustand“ gebliebenen Wegen viel Druck weggenommen. Chapeau! Schließlich haben auch von den „ganz normalen Touren“ vor Ort viele echtes Klassikerpotential!

Bedingt durch die große Höhe schon im Talgrund ist die Sommersaison hier von relativ kurzer Dauer. Ab Mai sind Touren in den Höhenlagen möglich, auf den Schattenseiten muss man bis weit in den Juni hinein mit Schneeresten rechnen. Schon ab Ende September kann es wieder empfindlich kalt werden. Die Seilbahnen sind ab Juni bis Mitte Oktober geöffnet.

Mit dem Auto: Von Norden kommend über Bregenz, Chur, Thusis und den Julierpass nach St. Moritz (390 km, 4 h von Stuttgart aus). Von Osten durch das Inntal bis Landeck, dann über Scuol nach Zernez und weiter bis St. Moritz (350 km, 4 h von München aus).

Mit dem Zug: St. Moritz ist mit der Bahn problemlos zu erreichen. Typisch für die Schweiz ist auch der Biketransport kein Problem. Fahrplaninfos unter www.bahn.de oder www.sbb.ch

Karten:

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