Italien Südtirol Sextener Dolomiten
Sextener Dolomiten

Tourenschwerpunkt

CC AM FR DH

Mountainbike-Saison

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Die Nordwände der Drei Zinnen in Südtirol stehen praktisch stellvertretend für diesen Teil der italienischen Alpen. Rund um die berühmtesten Berge der Dolomiten finden Biker sehr attraktive Mountainbike Strecken und eine absolut atemberaubende Natur. Dabei spielen sich die attraktivsten Touren auf einem weiten Netz aus Militärwegen ab.

Quer durch die Alpen kommt gerade einmal das Matterhorn an den Bekanntheitsgrad der Silhouette der Drei Zinnen heran. Die bekanntesten Nordwände von Südtirol stehen geradezu sinnbildich für die Sextener Dolomiten, ja sogar für die Dolomiten an sich. So verwundert es nicht, dass die Ferienregion Hochpustertal (wie sie offiziell heißt) zu den beliebtesten Wanderregionen überhaupt zählt. Doch auch für den Mountainbike Sport hat die Region viel zu bieten. Zum inoffiziellen Mountainbike Aushängeschild hat sich in den letzten Jahren der Stoneman Trail entwickelt.

Der Stoneman geht auf eine Initiative des Pustertaler Ex-Marathon-Weltmeisters Roland Stauder zurück. Der Trail berührt an drei Tourentagen die schönsten und lohnendsten Tourenziele der Sextener Dolomiten. Die zurückgelegte Strecke wird über Stempel dokumentiert, die an den höchsten Punkten der Strecke zur Verfügung stehen. Je nachdem, ob der Stoneman Trail an drei, zwei oder einem Tag zurückgelegt wird, darf sich der ambitionierte Mountainbike Racer einen bronzenen, silbernen oder goldenen Stoneman mit nach Hause nehmen.

Doch auch abseits des Stoneman finden Mountainbike Tourenfahrer sehr lohnende Möglichkeiten vor. Da in den Sextener Dolomiten während des Ersten Weltkrieges gekämpft wurde, findet sich auch in diesem Teil von Südtirol das für den Gebirgskrieg typische Militärstraßennetz. Dieses eignet sich hervorragend, um auf dem Mountainbike Strecke und ordentlich Höhenmeter zu machen. Auch wer Singletrails sucht wird vor Ort fündig. Der Wanderberg Helm oberhalb von Sexten, die Demuthpassage oder der Monte Spina versorgen Allmountain Biker mit landschaftlich attraktiven und oft sehr flowig zu fahrenden Trails.

Unter dem Strich findet sich hier ein sehr lohnendes und landschaftlich attraktives Mountainbike Revier. Lediglich für die Spielarten Freeride und Downhill findet sich kein adäquates Angebot: Die Seilbahnen vor Ort transportieren kein Mountainbike. Wer die Singletrails vor Ort fahren will, ist auf seine eigenen Beine angewiesen – und benötigt häufig eine gute Kondition.

Einsteigertouren
70%
Crosscountry
90%
Allmountain
80%
Enduro & Freeride
30%
Downhill & Bikepark
30%
Spot-Rating
70%

Mountainbike im Wanderparadies

Da Seilbahnen keine Biker transportieren, müssen die Touren hier komplett aus eigener Kraft bestritten werden. Zudem liegen einige lohnende Ziele in Reichweite der Seilbahnen. Ergo werden die Trails häufig von Fußgängern begangen. Es empfiehlt sich also die Region "antizyklisch" zu besuchen, d.h. in der Nebensaison. Dann wirst du die Touren sehr genießen - vorausgesetzt, du hast gute Beine!

Mit einigem Fug und Recht könnte man die Sextener Dolomiten als das „klassischste Bikerevier“ der Dolomiten bezeichnen. Das zentrale Bike-Event des Jahres ist der „Dolomiti Superbike“ Marathon Anfang Juli, eine authentische Race-Veranstaltung. Auch an der Ausrüstung der lokalen Biker lässt sich ablesen, dass vor Ort die konditionelle Komponente des Mountainbikens groß geschrieben wird: gefühlt 90 Prozent aller Locals sind mit Hardtails unterwegs.

Natürlich finden sich vor Ort auch Singletrails. Überwiegend sind dies Strecken, die auf die Nachschubwege der Gebirgstruppen im Ersten Weltkrieg zurückgehen. An einzelnen Punkten, wie etwa am Karnischen Grenzkamm, ist das Trailnetz fein gesponnen – Allmountain Piloten werden ihre helle Freude haben.

Wer allerdings ein „modernes Bike-Revier“ sucht, in dem Mountainbiker Seilbahnen oder Shuttles nutzen können, der sollte weiterklicken. Die Touren vor Ort muss man sich komplett selbst erarbeiten.

Das (mehr oder weniger inoffizielle) Bike-Aushängeschild der Region ist der Stoneman Trail, der auf eine Initiative des Ex-Mountainbike-Profis Roland Stauder zurück geht. Als permanente Marathonstrecke mit 116 Kilometern Länge und insgesamt mehr als 4000 Höhenmetern lassen sich auf dem Stoneman in kürzester Zeit die lohnendsten Mountainbike-Spots rund um Sexten und das Hochpustertal „abknipsen“. Im Jahr 2012 holten sich insgesamt 268 Finisher ihre goldene Stoneman-Trophäe ab, indem sie die komplette Strecke an einem Tag durchzogen.

Ein Faktor der das Biken vor Ort ein wenig limitiert ist, dass viele lohnende Trails im Einzugsbereich der Seilbahnen liegen. Während der Hauptsaison trifft man auf den Wegen also sehr häufig und sehr viele Fußgänger an. Fahre also bitte vorausschauend, und verhalte dich rücksichtsvoll. Noch besser: besuche dieses Revier antizyklisch, ergo während der Nebensaison.

Beste Reisezeit: Zwar hält in den Tälern der Frühling schon recht bald Einzug, bedingt durch die große Meereshöhe vieler Tourenziele von über 2500 Metern dauert es aber etwas, bevor für die besten Touren gute Bedingungen herrschen. Ganz oben ist folglich bis in den Juli hinein mit Altschneefeldern zu rechnen. Mit Glück lässt es sich hier auf südseitig exponierten Hängen bis Ende Oktober gut biken.

Wetter: Das Mikroklima vor Ort ist eine Art Zwitter. Einerseits lässt sich der südliche Einfluss nicht leugnen. Andererseits ist die Region durch die Nähe zum Alpenhauptkamm nicht völlig vom Wettergeschehen im Norden entkoppelt. Ein Kurzurlaub sollte daher nur bei guter Wetterprognose für Südtirol ins Auge gefasst werden.

Anreise mit dem Auto: Über die Brennerautobahn zur Ausfahrt Brixen/Pustertal, weiter über die SS49 Richtung Bruneck und Innichen.

Anreise mit dem Zug: Vom Problem des Bike-Transports abgesehen, ist die Anreise per Zug unkompliziert. Sowohl Toblach wie Innichen sind gut angebunden. Sexten wird per Bus angesteuert. Fahrplaninfos im Internet unter www.trenitalia.it und www.sad.it

Öffentliche Verkehrsmittel: Dank guter Verbindungen lassen sich per Bus und Zug auch weiter entfernte Tourenziele gut erreichen. Der Bike-Transport bereitet jedoch Probleme.

Seilbahnen: Bei sämtlichen Bergbahnen der Region sind Bikes vom Transport ausgeschlossen.

Karten: Tabacco Blatt 010 „Sextener Dolomiten“ und Blatt 017 „Dolomiti di Auronzo e del Comelico“, beide im Maßstab 1:25.000

Bike-Guide: BIKE Guide Dolomiten, 30 Top-Touren zwischen Sexten und Rosengarten. Inklusive Roadbooks, Karten und GPS-Daten. Ralf Glaser, Delius-Klasing-Verlag, ISBN 978-3-7688-3460-5, Preis: 29,90 Euro Bestellen bei Amazon

Bike-Shops: Papin Sport, Innichen, Tel. 00 39 / 04 74 / 91 34 50

Tourist-Info: Tourismusverband Hochpustertal, Dolomitenstr. 29, 39034 Toblach, Tel. 00 39 / 04 74 / 91 31 56, www.hochpustertal.info

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