Italien Trentino Valsugana
Valsugana & Sieben Gemeinden

Tourenschwerpunkt

CC AM FR DH

Mountainbike-Saison

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Die besten Mountainbike Touren im Valsugana und auf der Hochebene der Sieben Gemeinden verlaufen auf den Militärstraßen aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg. Wer gute Beine hat, findet hier ein Eldorado: Das Tourenportfolio reicht vom nicht enden wollenden Crosscountry Marathon bis hin zu wilden Allmountain Trails.

Quer durch die Alpen finden sich nur wenige Täler mit einem so weitläufigen Mountainbike Revier und einer so langen Bike-Saison wie das Valsugana im Trentino. Das Valsugana liegt auf einer Meereshöhe von 320 Meter. In Richtung Süden ist es durch die Hochebene der Sieben Gemeinden um Folgaria, Richtung Norden durch die Lagoraikette gegen Schlechtwetter geschützt. Daraus ergibt sich ein sehr sonniges und warmes Klima, das schon sehr früh im Jahr und bis weit in den Spätherbst hinein auf gute Bedingungen für Mountainbike Touren hoffen lässt.

Das Valsugana ist Teil der relativ neu gegründeten Mountainbike Region Dolomitilagoraibike. Schon mit einem Start im Talgrund lassen sich hier einige interessante Mountainbike Runden unternehmen. Wenn dort im Sommer die Temperaturen steigen lohnt es sich, den Aktionsradius „nach oben“ auszuweiten. So wartet auf der Hochebene der Sieben Gemeinden ein riesiges Wegenetz aus Militärstraßen aus dem Ersten Weltkrieg. Auf dieser karstigen Hochfläche lassen sichzZwischen alten Forts und gut erhaltenen Stellungen aus dem Gebirgskrieg Mountainbike Runden geradezu beliebiger Länge kombinieren.

In Richtung Norden hin wartet die Lagoraikette dagegen mit einigen anspruchsvollen Touren eher alpinen Charakters auf. Mountainbike Touren wie die Runde über den Passo Cinque Croci verlangen gute Beine, führen aber durch eine einsame und wilde Landschaft, die man sich so im Trentino nicht erwarten würde – ein überraschender und erfrischender Kontrast!

Unter dem Strich bietet das Valsugana ein sehr lohnendes und geradezu unerschöpfliches Mountainbike Revier. Trotz vieler lohnender Trails werden die Touren vor allem „klassische Tourenfahrer“ ansprechen die lieber in einer schönen Landschaft Meter machen wollen, statt gezielt fahrtechnische Herausforderungen zu suchen. Die Länge der Touren ist dabei beliebig, und reicht von der kurzen Nachmittagsrunde bis hin zur zehnstündigen Tagestour.

Einsteigertouren
60%
Crosscountry
100%
Allmountain
80%
Enduro & Freeride
60%
Downhill & Bikepark
30%
Spot-Rating
80%

Mountainbike von Kaisers Gnaden

Typisch für das Valsugana sind hauptsächlich breite, gut befestigte Militärstraßen. Die Abfahrten spielen sich meist auf Karrenwegen ab. Zusätzlich gibt es vor Ort auch schöne Singletrails. Wer weniger die fahrtechnische Schwierigkeit sucht, sondern lieber in einer schönen Landschaft Kilometer abspult, der kann im Valsugana aus dem Vollen schöpfen.

Die Kombination aus Geschichte und Topografie macht aus dem Valsugana ein praktisch unerschöpfliches Crosscountry-Revier. Vor dem Ersten Weltkrieg verlief die Südgrenze des Kaiserreichs auf der Hochebene der Sieben Gemeinden bei Folgaria, und querte unweit von Borgo das Valsugana. Um sich gegen Angriffe aus Italien zu wappnen, wurde die Grenze in diesem Abschnitt mit einem engmaschigen Netz aus den damals hoch modernen Fernkampf-Festungen gesichert. Im Ersten Weltkrieg wurden die meisten dieser Festungen schwer beschädigt oder ganz zerstört. Die Nachschubwege sind aber heute noch in erstaunlich gutem Zustand. Sie ergeben ein Bike-Revier, das vor allem Crosscountry Fahrer ansprechen wird.

Der „Kaiserjägerweg“, damals die Hauptnachschublinie auf die Hochfläche, ist heute komplett geteert. Doch diese Straße ist vor Ort nur der bekannteste Vertreter seiner Zunft. Viele dieser Wege haben ihren ursprünglichen Charakter oft noch erhalten. Allen gemein ist jedenfalls ihre moderate Steigung von maximal 10 bis 12 Prozent – kein Wunder, dass diese Straßen bei Mountainbikern hoch im Kurs stehen.

Vom Talgrund auf 500 Metern reicht dieses Wegenetz in der Lagoraikette hinauf bis auf über 2100 Meter Höhe. Im Süden des Valsugana wird an der Cima Vezzena immerhin die 1900-Meter-Marke erreicht. Natürlich finden sich vor Ort auch Singletrails. Die meist breiten Wege und die beträchtlichen Höhenunterschiede machen das Revier aber hauptsächlich für konditionsstarke Mountainbiker attraktiv. Crosscountry Fahrer eben, die mehr auf einen weiten Tourenradius setzen, denn auf fahrtechnische Schwierigkeiten.

Diese können sich vor Ort so richtig austoben: Der Talgrund des Valsugana verläuft recht flach, so dass sich Kurbelstrecken von beliebiger Länge kombinieren lassen. So eignet sich das Revier bereits früh im Jahr, um nach dem Winter mit den ersten Bike-Kilometern wieder „auf Touren zu kommen“. Wenn im Hochsommer dann auch die alpinen Regionen schneefrei sind, wird der Aktionsradius nochmals beträchtlich erweitert. In Sachen Höhenmetern sind hier jedenfalls nach oben hin keine Grenzen gesetzt.

Die touristisch interessanteste Zone um die beiden Seen von Levico und Caldonazzo liegt auf 500 Metern Meereshöhe. Der südliche Einfluss auf das Klima ist dadurch deutlich spürbar. Biken lässt es sich daher in den unteren Lagen bereits ab März. Die schönste Zeit hier zu biken beginnt dann auch recht bald: ab Mitte April, und im Mai sowieso, ist es optimal. Im Sommer wird es hier oft schwül-heiß. Zu dieser Zeit empfiehlt sich ein früher Touraufbruch, auch da am Nachmittag häufiger mit Hitzegewittern zu rechnen ist. Zum Ausgleich kann man bis spät in den Herbst hinein mit guten Tourenbedingungen rechnen.

Anreise mit dem Auto: über die Brennerautobahn bis Ausfahrt Trento Nord, dann weiter über die SS 47 bis Ausfahrt Levico Terme (354 km, 3:40 h von München).

Anreise mit dem Zug: mit dem Zug bis Trento und weiter nach Levico Terme. Die Bike-Mitnahme ist nicht unproblematisch. www.bahn.de

Karten: Tabacco Blatt 050 „Altopiano dei Sette comuni“, 1:25.000 und 4land Blatt 119 „Vallagarina – Folgaria – Altipiani“, 1:25.000

Bike-Guide: „Dynamite Trails Band1“, Ralf Glaser, 32 Touren auf den Militärwegen des Ersten Weltkriegs, Preis: 29,80 Euro, hier bestellen

Öffentliche Verkehrsmittel: Die Talorte im Valsugana sind untereinander durch die Zuglinie Trento-Bassano verbunden. Die Bike-Mitnahme ist nicht gesichert, aber in den Regionalzügen meist unproblematisch.

Seilbahnen: Nicht vorhanden.

Shops/Verleih: Die wenigen kleinen Shops sind Italien-typisch auf Rennradfahrer und Hardtail-Racer eingestellt. Die Mitnahme der wichtigsten Ersatzteile ist empfehlenswert.

Tourist-Info: APT Valsugana, Levico Terme, Tel. +39 0461 727700, Mail: info@visitvalsugana.it,Internet: www.visitvalsugana.it

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