Level 4

Italien Trentino Valsugana
Militärwege der Barricata

93.8 km 2450 m 2450 m 07:00 h

Tourcharakter

CC AM FR DH

Fahrbare Monate

01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12

Den "Kaiserjägerweg" kennt jeder, die "Barricata" fast niemand. Hier sind die beiden wichtigsten Nachschubstraßen aus dem Ersten Weltkrieg in einer großen Mountainbike Runde vereint.

Schwierigkeit

Kondition
75%
Fahrtechnik
50%

Singletrails obligatorisch

S0 S1 S2 S3 S4 S5

Singletrails maximal

S0 S1 S2 S3 S4 S5

Genussfaktor

Fahrspaß
60%
Adventure
80%

Eine wilde, unbekannte Militärstraße

Konditionell sehr anspruchsvolle Tour mit einem langen und vielen kurzen, aber teils steilen Anstiegen. Fahrtechnisch problemlos, in der Abfahrt verlangt der teils lose Schotter aber etwas Vorsicht.

Vor dem Ersten Weltkrieg verlief die Grenze zwischen Österreich-Ungarn und Italien durch das Valsugana und die Hochebene der Sieben Gemeinden. Weil eine Schlacht auf der Hochebene absehbar war, bauten dort beide Seiten mächtige Festungswerke, inklusive der dafür notwendigen Nachschubstraßen. Der „Kaiserjägerweg“ auf der österreichischen Seite ist dabei bis heute in aller Radfahrer Munde. Dessen italienischer Zwillingsbruder, die „Barricata“, kennen dagegen nur die wenigsten. In dieser Runde lernt man beide kennen.

Die Tour folgt zu Beginn dem Radweg durch das Valsugana. Dieser ist landschaftlich sehr abwechslungsreich und schön zu fahren. Wer mit den Kräften haushalten muss (keine schlechte Idee) kann aber auch ab Levico Terme den Zug bis Strigno nehmen und spart so gut 27 Kilometer Wegstrecke ein.

Die ehemalige Militärstraße „Barricata“ beginnt im kleinen Ort Selva di Strigno und ist heute komplett geteert. Dabei piesakt sie mit zum Teil steilen Rampen und verläuft sehr spektakulär und mit tollen Tiefblicken zwischen dem felsigen Abhang nach oben. Nach der Einkehr im Rifugio Barricata (für längere Zeit die letzte Möglichkeit) beginnt die Querung des Hochplateaus auf den italienischen und österreichischen Militärstraßen des Gebirgskriegs. Fahrtechnisch sind diese problemlos, doch steile Anstiege stellen die Kondition auf eine harte Probe.

Die finale Abfahrt der Tour verläuft schließlich über den Kaiserjägerweg. Auch dieser ist heute geteert. Doch die Straße zackt dermaßen spektakulär und mit tollen Ausblicken ins Valsugana hinab, dass sie als würdiger Abschluss einer gelungenen Tour gelten kann.

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